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Translatio religionis – Überlegungen zu Theorie und Praxis einer sprach- und translationssensiblen Religionsdidaktik

• Voraussichtliches Projektende: Januar 2022

• Verantwortlich: Dr. Dr. Christian Hild

— Christian Hild — Das Habilitationsprojekt greift sowohl die aktuellen religionsdidaktischen Diskussionen über einen sprachsensiblen Religionsunterricht als auch über intralinguale Übersetzungen einer als religiös verstandenen Sprache auf und führt sie zusammen: Das Ziel besteht in dem Versuch der Entwicklung einer sprach- und translationssensiblen Religionsdidaktik, der ein im Religionsunterricht einzuleitender Translationsprozess zugrunde liegt, der mehrere interdependent zu arrangierende Elemente umfasst (Translationsintention, -gegenstäne, -verfahren, -strategien, -räume, Translator*innen, Translate). Bei einem derartigen Lehr-Lern–Arrangement stehen nicht, wie dies bei dem Gros bis dato vorhandener Ansätze der Fall ist, die theologisch versierten Religionslehrkräfte, sondern die Schüler*innen als Übersetzer*innen im didaktischen Mittelpunkt.
Der Fokus richtet sich dabei auf Wörter, anhand derer die im Religionsunterricht aufeinandertreffenden Sprachen – die Sprache der Religion(en), die Sprache für Religiöses, die Sprachspiele der pluralen Öffentlichkeiten und die Sprachwelten der Schüler*innen –wechselseitig erschlossen und aufeinander bezogen werden, auf dass die Schüler*innen durch die von ihnen selbst vorgenommenen Translationen diese Sprachebenen im Zuge einer erworbenen Mehrsprachigkeit sowohl als Sender*innen anwenden und als Empfängerinnen verstehen können. Die in meinem eigenen Evangelischen Religionsunterricht (Gymnasium am Schloss, Saarbrücken) vorgenommene Erprobung der hierzu entworfenen didaktischen Bausteine wird vorgestellt und kritisch reflektiert.

Die Habilitationsschrift wird am 10.01.2022 eingereicht und den Gutachter*innen vorgelegt.